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Biowein

Eine Flasche Wein liegt auf einem Waldboden

 

 

“Bio” ist im Weinbau ein gesetzlich geschützter Begriff: Ein Wein darf nur als Bio-Wein (EU-BioSiegel) bezeichnet werden, wenn sowohl der Weinberg nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet wird (u. a. Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel) als auch die Kellerarbeit bestimmten Vorgaben folgt, etwa bei der erlaubten Schwefelmenge. Darüber hinaus gibt es strengere private Anbauverbände wie Demeter (biodynamisch) oder Ecovin, die zusätzliche Auflagen stellen. 


Nachhaltiger Weinbau ist breiter gefasst und nicht einheitlich zertifiziert: Dazu zählen etwa der reduzierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nach dem Prinzip “so viel wie nötig, so wenig wie möglich”, Begrünung zwischen den Rebzeilen zur Förderung der Bodenbiologie, Wassersparmaßnahmen oder der Einsatz pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (sogenannter PIWI-Sorten), die von Natur aus weniger Pflanzenschutz benötigen. Für Kunden lohnt sich ein Blick auf solche Zertifizierungen, wenn Nachhaltigkeit beim Weinkauf eine Rolle spielt – auch wenn ein fehlendes Siegel nicht automatisch bedeutet, dass ein Weingut nicht nachhaltig arbeitet.


Der Beigeschmack:

Viele kleine Weingüter sind nicht Bio-Zertifiziert - Warum? Ganz einfach, weil der erhebliche Kosten- und Bürokratieaufwand für kleinere Weingüter schlichtweg nicht machbar ist. Eine Bio-Zertifizierung ist nicht günstig, daher sind die meisten Bio-Zertifizierten Weingüter auch deutlich größer, als der Bundesdeutsche Durchschnitt.

 

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