Antikes Rom

Du befindest dich auf deiner Reise durch die Weingeschichte in der ersten Epoche - im antiken Rom und Griechenland. Hier im Kurzmenü kannst Du dich auf deiner Reise durch die verschiedenen Epochen navigieren:
bis zum 5./6. Jahrhundert - Antikes Rom und Griechenland
15. bis 17. Jahrhundert - Entdeckungen und Iberien
18. Jahrhundert - Aufklärung, Glasflasche und Sekt
19. Jahrhundert - Die Reblauskrise
20. Jahrhundert - Edelstahltanks und die Qualitätsrevolution
Die Moderne - Klimawandel und Kulturschwund
Im antiken Rom und Griechenland war Wein Alltagsgetränk für praktisch alle Bevölkerungsschichten – ärmere Menschen tranken einfachen, oft bereits leicht verdorbenen Wein, die Oberschicht importierte hochwertige Weine aus Regionen wie Falerner (Kampanien) oder von griechischen Inseln. Reiner, unverdünnter Wein galt dabei als unzivilisiert und wurde fast ausschließlich mit Wasser gemischt getrunken – teilweise im Verhältnis 1:3 oder noch verdünnter. Zur Haltbarmachung und Geschmacksveränderung setzte man zudem Honig, Kräuter, Gewürze oder sogar Meerwasser zu.
Gelagert und transportiert wurde der Wein in Amphoren aus gebranntem Ton, die innen häufig mit Pech ausgekleidet waren, um die Poren zu versiegeln – ein Grund, warum römischer Wein oft einen harzigen Beigeschmack hatte, den man heute kaum noch goutieren würde. Eine gezielte Flaschengärung, Hefereinzucht oder Temperaturkontrolle, wie wir sie heute kennen, gab es nicht; Wein war ein Naturprodukt, dessen Qualität stark vom Zufall und von der Geschwindigkeit des Transports abhing.
Vergleich zu heute: Statt Amphoren und Wasserverdünnung gibt es heute den Edelstahltank oder Ausbau im Barrique-Fass, kontrollierte Gärtemperaturen, Hefereinzucht und einen Wein, der pur und unverändert getrunken wird.
