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Entdeckungen

Historisches Segelschiff im Hafen, mit dem Wein und Reben über die Weltmeere transportiert wurden

Du befindest dich auf deiner Reise durch die Weingeschichte in der dritten Epoche - in Iberien und auf Entdeckungsreise. Hier im Kurzmenü kannst Du dich auf deiner Reise durch die verschiedenen Epochen navigieren:

 

 

Mit den europäischen Entdeckungsfahrten ab dem 15. Jahrhundert reiste auch der Weinbau über die bekannten Grenzen hinaus: Spanische und portugiesische Siedler brachten Reben nach Südamerika, später gelangten sie mit niederländischen Siedlern bis nach Südafrika. 


Ein zentrales Problem dieser Zeit war die lange Schiffsreise: Normaler Wein verdarb auf dem Weg nach Übersee oder in den Norden Europas häufig. Die Lösung waren aufgespritete (mit Branntwein verstärkte) Weine wie Madeira, Sherry oder Portwein – der höhere Alkoholgehalt machte sie deutlich lagerfähiger und transportresistenter. Madeira wurde dabei sogar absichtlich der Hitze auf dem Schiffsdeck ausgesetzt, da man entdeckte, dass ihm das geschmacklich nicht schadete, sondern einen eigenen, haltbaren Stil verlieh.


Auch der Flaschenverschluss entwickelte sich in dieser Zeit weiter: Kork als Verschlussmaterial war zwar bereits bekannt, setzte sich aber erst langsam gegenüber in Öl getränkten Lappen oder Holzstopfen durch – ein stabiler Glasflaschen-Standard fehlte noch.


Vergleich zu heute: Statt Aufspriten zur Haltbarmachung sorgen heute Kühlketten, Container-Schifffahrt und Schwefelung für sichere Transporte über jede Distanz – aufgespritete Weine wie Sherry oder Port gibt es trotzdem noch, heute aber als eigener Stil, nicht aus Notwendigkeit.

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