Klimawandel

Du bist auf deiner Reise durch die Weingeschichte in der Moderne angekommen! Hier im Kurzmenü kannst Du dich auf deiner Reise durch die verschiedenen Epochen navigieren:
bis zum 5./6. Jahrhundert - Antikes Rom und Griechenland
15. bis 17. Jahrhundert - Entdeckungen und Iberien
18. Jahrhundert - Aufklärung, Glasflasche und Sekt
19. Jahrhundert - Die Reblauskrise
20. Jahrhundert - Edelstahltanks und die Qualitätsrevolution
Die Moderne - Klimawandel und Kulturschwund
Die aktuell größte Veränderung im Weinbau ist der Klimawandel: Steigende Durchschnittstemperaturen verschieben die Erntezeitpunkte in vielen klassischen Anbaugebieten deutlich nach vorne, Trauben erreichen höhere Reifegrade und niedrigere Säurewerte als noch vor wenigen Jahrzehnten üblich. Regionen, die früher als "zu kalt" für ernsthaften Weinbau galten – etwa Südengland oder Südschweden –, produzieren heute ernstzunehmenden, teils preisgekrönten Schaumwein.
Als Antwort auf wärmeres Klima und den Wunsch nach weniger Pflanzenschutzmitteln rücken zudem pilzwiderstandsfähige Rebsorten (sogenannte PIWI-Sorten) stärker in den Fokus – Neuzüchtungen, die von Natur aus robuster gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau sind und so mit deutlich weniger Spritzmitteleinsatz auskommen. Auch in unserem eigenen Sortiment finden sich mit Regent und Cabernet Mitos bereits solche robusteren Neuzüchtungen.
Vergleich zu allen vorherigen Epochen: Erstmals in der Weingeschichte ist nicht die Haltbarmachung oder die Gärtechnik das zentrale Problem, sondern die Anpassung an ein sich veränderndes Klima – eine Herausforderung, die eher der Entdeckungsfahrten-Epoche (neue Anbaugebiete erschließen) ähnelt als der reinen Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts.
